http://jds-vienna.at

DS USINE

CITROEN DS CABRIO 1960-1971

Text Horst & Jörg
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Preise 2008

Da die Nachfrage nach originalen DS Cabrios seit Jahren nicht nachlässt haben die Preise stark angezogen. Derzeit wechseln Cabrios im schlechten bis mittleren Erhaltungszustand um 25.000 bis 55.000 € den Besitzer. Manche Preislich und Zustandsbedingte Ausreißer haben bei Internationalen Auktionen sogar bis zu 170.000.- erzielt. Wobei schwer zu beurteilen ist wie weit die Preise auf den Auktionen künstlich getrieben werden. Sehr gute Fahrzeuge liegen beim Privat- oder Fachhändler preislich um die 75.000 bis 120.000.- Der Wert der Fahrzeuge hat sich in den letzten 10-15 Jahren fast verdreifacht, trotzdem werden kaum Fahrzeuge angeboten, anscheinend wollen sich die Besitzer trotz der verlockenden Preise nicht von ihren Göttinnen trennen.

Solange sich kaum Besitzer von Ihren Cabrios trennen wird der Preis auch weiterhin im Höhenflug bleiben.

 

Preise Umbauten

Als Alternative zu den originalen Werkscabrios werden schon seit Jahren DS Limousinen bei verschiedenen DS Spezialisten zu Cabrios umgebaut, jedoch liegt der Einstiegspreis bei einem Roh-Umbau kaum unter 25.000.- und wenn man sich wirklich ein perfektes Fahrzeug bauen lässt ist man mit dem Basis Fahrzeug preislich bald bei 45.000.- angekommen. Wobei aber zu beachten ist das die Qualität der Umbauten in den letzten Jahren merklich besser geworden ist. Der Fachmann wird aber den Umbau immer an speziellen Fertigungs- Unterschieden erkennen können. Beim fahren macht der Umbau gleich viel Spaß wie das Original, im Verkaufsfall wird man aber ein wenig mehr Federn lassen müssen.

 

Geschichte der Umbauten

Die ersten Umbauten von DS Limousinen auf Cabrio wurden Ende der 80er Jahre angeboten. Es gab damals Kunststoffaufbauten von der Britischen Firma „Dee-Ess Conversions“ welche auf einen Metallhilfsrahmen aufgesetzt wurden, die Türen wurden ebenfalls aus GFK gefertigt. Nur wenige dieser günstigen GFK Umbauten sind erhalten geblieben und werden kaum angeboten.

wepInfo

http://www.citroenet.org.uk/passenger-cars/michelin/ds/dee-ess-convertible.html

 

Zur selben Zeit entwickelte sich aus der Chapron Szene heraus auch Umbauten aus Blech, welche sich sehr am Original orientierten.

Nicht alle, die diese Umbauten durchführten, verwendeten original gepresste Teile für den Heckaufbau, manche klopften oder walzten das Blech über selbst gefertigte Formen wobei die fertigen Fahrzeuge oft etwas vom Original abweichen.
Nachdem der Betrieb von Henri Chapron - Hersteller der originalen Cabrios – 1986 in Konkurs gegangen war, wurden zum Teil die Restbestände der Fa. Chapron von Frank Riemann und Gerd Rummel gekauft und auch einige Zeit lang angeboten. Einige Fahrzeuge wurden auch aus diesen Restbeständen zu Cabrios umgebaut bzw. schlechte Cabrios mit den Ersatzteilen in einem sehr guten Fachbetrieb restauriert.
Derzeit bauen noch sechs verschiedene Firmen Cabrios, welche von der Qualität der Umbauten fast gleichwertig sind, aber in gewissen Details sich leicht von einander unterscheiden.
Bei den dem Original sehr nahen Umbauten aus Restbeständen der Chapron Betriebsauflösung, und darauf folgend durch fast originalgetreue Reproduktion der Blechteile für Heck und Rahmenaufbau gibt es folgende Anbieter in Europa:

 

webInfo

Edgar & Walter Steidl in der BRD http://www.geocities.com/ds67steidl/ 

Jochen Hoch in der BRD  http://www.citroends .net/

Dirk Sassen in der BRD http://www.ds-sassen.de/ctrl.htm

Blikwerk in Holland http://www.blikwerk.nl/

Ivanoff in Frankreich  http://ivanoff.free.fr/fr/presentation.htm

David in Italien http://www.davidauto.it/


Cabrio Ersatzteile:

Grundsätzlich gibt es alles, um ein Cabrio restaurieren oder  bauen zu können. Den Rahmendichtungsgummi an der A-Säule gibt es nicht mehr im Original und daran erkennt man auch oft die meisten Nachbauten auf den ersten Blick. Bei den Sitzverriegelungen wird es bald keinen Nachschub mehr geben, weil die Restbestände aus der Chapron Betriebsschließung bald zur Neige gehen und eine Nachfertigung sich wahrscheinlich nicht rechnen wird. Ersatzteile wie hintere Katzenaugenrahmen, Sonnenblendenhalter oder Verdeckverriegelungen sehen in der Nachfertigung teilweise anders aus als beim Original, und sind daher auch etwas aufwendiger beim Anpassen und Überarbeiten. Auch die hinteren Nummerntafel- und Heckleuchten sind im Nachbau etwas anders, und  daher sollte man versuchen Originalteile (von Lucas in England oder den USA) aus Restbeständen im Internet oder bei Händlern zu finden.

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Cabrio Suche:

Wer sich ein DS Cabrio kaufen will muss entweder über sehr viel Geld verfügen oder sehr viel Zeit dafür aufwenden.Am besten kontaktiert man zuerst sämtliche Clubs  und vereinbart, im Fall eines Angebots verständigt zu werden. Die Clubs bzw.Die Chapron- Register erfahren oft etwas früher von Verkaufsabsichten der Cabrio Besitzer, und sind daher oft ein guter Ansprechpartner. Darauf alleine sollte man sich aber nicht verlassen am besten durchsucht man regelmäßig sämtliche Internet- Plattformen, auf denen Oldtimer und Citroen DS angeboten werden nach neuen Angeboten. Auch sollte man regelmäßig die deutschen und französischen Oldtimermagazine durchforsten. Auch auf den großen Treffen kann man immer wieder Angebote finden, wenn man sich ein wenig umhört.

Bekannte in Frankreich können auch sehr hilfreich sein, weil nach wievor die meisten Fahrzeuge im Ursprungsland angeboten werden. Ist man fündig geworden, sollte man nicht lange „rumnuppeln“ , sondern, nachdem die  Rahmennummer auf Originalität überprüft ist und aussagekräftige Bilder vorliegen, sich ins Auto setzen, das Objekt der Begierde selbst in Augenschein nehmen und an Ort und Stelle entscheiden, ob es eine finanzielle Hinrichtung wird oder die Arbeiten überschaubar sind.

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 Meist hat man wenig Zeit nach dem Erscheinen einer Annonce, denn man ist ja nicht der einzige, der ein Cabrio sucht, daher ist Geschwindigkeit gleich Erfolg bei der Suche. Bevor man sich das erste Cabrio genauer ansieht , sollte man bei einem Clubkollegen oder Cabrio Besitzer sich über die Schwachstellen bei dieser Bauform informiert haben und sich im Detail alles eingehend angesehen und eingeprägt haben. Sollten man gutes und umfangreiches Bildermaterial von dem Fahrzeug geschickt bekommen diskutiert man dieses mit seinen Ansprechpartner im Club, weil diese aufgrund ihrer Erfahrung mit den Cabrios schon anhand der Bilder vorab recht gute Beurteilungen liefern können.

Da einige Umbauten mit Papieren von verschrotteten Cabrios unterwegs sind, sollte man bei Kaufinteresse die Historie des Fahrzeugs überprüfen. Behilflich sind dabei die Ansprechpartner vom Chapron Register in D, B und NL bzw. die Clubs vor Ort, welche seit Jahren Kontakt zu ihren Markenkollegen pflegen und oft die Fahrzeuge oder Verkäufer auch tatsächlich kennen. Um diesen Fachleuten die Arbeit zu ermöglichen verlangt man in der Regel die Rahmennummer des betreffenden Fahrzeugs zur Überprüfung der Historie.

An Hand der Rahmennummer, welche meistens nur auf einer Plakette eingeschlagen ist ( im Unterschied zu in D ausgelieferten Fahrzeugen), kann nur festgestellt werden ob es zu der Nummer auch ein Cabrio laut Auslieferungslisten gibt oder gab. Ein Tausch dieser Plakette ist daraus nicht ersichtlich. An der Spritzwand beifahrerseitig befinden sich zwei Plaketten: Die obere Plakette ist 3- zeilig mit Typenbezeichnung, Gewicht usw., die untere, hochkant montierte Plakette ist einzeilig ausgeführt, und auf dieser ist die Chapron Nummer (Numero de Coque) eingeschlagen bzw. eingepresst. Allerdings ist diese Anordnung durch die Produktionsjahre hindurch Veränderungen unterworfen 

 

webInfo:

Chapron Register Belgien / Vincent Potter http://www.dssmclub.be/ mail: This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it  
Chapron Register Deutschland /
Martin Kraut http://www.dsclub.de/club/aktuel.htm mail: This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it

 

 

Farben:

Die Cabriomodelle konnten ab Werk von 1961 bis 1971 in 15 verschiedenen Lackfarben bestellt werden, wobei auf Kundenwunsch auch Cabrios in Farben aus dem Limousinenprogramm ausgeliefert wurde.

 

webInfo: Dr Danche

 

 

 

 

 

 Zum Abschluss noch einige Tipps, anhand derer man ziemlich sicher Nachbauten von Originalen unterscheiden kann:

Der obere Abschluss des Windschutzscheibenrahmens mit diversen , kleinen Pressteilen und der Dichtung zum Faltdach sowie schon erwähnt die ebendort montierten Sonnenblenden, die sich samt ihren Halterungen von den Serienteilen unterscheiden. Dieser obere Abschluss ist in seiner Ganzheit schwer dem Original nachzubauen.

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An der Basis des Windschutzscheibenrahmens ist die A-Säule , die bei allen Cabriolets in Wagenfarbe lackiert und nicht schwarz ist (wie bei den Limousinen), durch ein darübergeschlagenes Blech verstärkt. Öffnet man eine  Türe, ist dieses Blech durch den Spalt zwischen vorderem Kotflügel und Türvorderkante hindurch gut zu sehen.

 Dabei sollte man gleich einen Blick auf den Dichtungshohlgummi an dieser Stelle machen, der wie schon erwähnt sich vom Limousinengummi durch das Vorhandensein von sieben feinen Längsrippen unterscheidet. 
Weiters wurden bei allen Originalen an den Türen bzw. korrespondierend an den B-Säulen jeweils eine zweite Führung verbaut. Bei allen Werkscabrios, im Allgemeinen übrigens auch kurz „ usines“ genannt, kamen hintere Stoßstangen  mit verlängerten Seitenarmen zum Einbau. Als Heckleuchten und Nummerntafelbeleuchtung wurden, wie schon oben angedeutet, Erzeugnisse der britischen Firma Lucas verbaut.

 Ebenfalls eine Unterscheidung zu den Limousinen sind eigens angefertigte, seitlich montierte ,schmälere Zierleisten( ohne Gummieinlage ) , die am Heck in ebenfalls schlankere Halterungen für die Rückstrahler auslaufen. Einen nur bei den Cabrios existierenden Teil stellt das vor dem hinteren Kotflügelausschnitt montierte Spritzschutzblech aus verchromtem Messingblech dar.

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Darüber hinaus unterscheiden sich  die Türen auch an der Unterkante von Limousinentüren. Diese schließen unten einfach über den Schweller, während die Cabriotüren unmerklich gekürzt sind und ein abgewinkeltes Blech, warum auch immer, unter den Türen am Schweller angebracht wurde. Dieses ist von der Seite deutlich zu sehen. Eine zweite Wagenheberaufnahme auf dem Schweller und viereckige Anschlaggummis bei den Schwingarmen (wie bei den Breaks und Familiales) sind ebenfalls Erkennungsmerkmale.  Die Polsterung, übrigens fast immer in Leder ausgeführt: Bis Einführung der Pallasausstattung Im Modelljahr 1964 hatten die Cabrios eine eigene Art der Polsterung ( Chapron war ja ursprünglich Autosattler), u zw. Sitzfläche und Lehnen in Querrichtung dreigeteilt ( Mittelteil breiter).

Ab diesem Zeitpunkt erhielten die Cabrios die Pallas –Sitze vorne, Tür-, Seitenverkleidungen sowie die hintere Sitzbank wurden dieser Ausrüstung angeglichen. Türverkleidungen deshalb, weil, falls nicht allgemein bekannt, die Türen, um das Einsteigen für die Heckpassagiere möglich zu machen, um 13 cm verlängert sind. Nicht alle Umbauten sind der Mühe, die Türen zu verlängern unterzogen worden. Beirren sollte man sich nicht lassen durch einen Kofferraumdeckel aus Glasfaser verstärktem Kunststoff. Das war immer Serie bei den Werkscabriolets.

 Damit es noch komplizierter wird, existieren insgesamt sieben Fahrzeuge, die nur bedingt in diese Schema passen, nämlich was Heckbeleuchtung, hintere verlängerte Stoßstange und zweite Wagenheberaufnahme anbelangt. Nach Einstellung der Produktion von Cabriolets seitens Citroen ( mit Beginn der sommerlichen Werksschließung im Jahr 1971) fertigten die „Ateliers Chapron “ auf Auftrag von Kunden direkt diese sieben Fahrzeuge.

Je ein Exemplar, in dieser Reihenfolge:

                                                                     DS 21 IE M

(das sind alles Innenschnaller)            DS 21 IE

                                                                      DS 21

                                                                      DS 23 IE

                                                                      DS 23 IE BW

                                                                      DS 23 IE M

                                                                      DS 23 Carb

 

Als Abschluss, um vielleicht sich Chancen ausrechnen zu können, welche Ausführung häufiger war und daher unter Umstränden leichter zu bekommen ist, eine Aufstellung aller erzeugten Werkscabriolets:

·                                                                      DS 19           647 Stück

(das sind alles Außenschnaller)            DS 19 M       122 Stück

                                                                       ID 19            112 Stück

                                                                       DS 21           302 Stück

                                                                       DS 21 M       128 Stück

                                                                       DS 21 IE       23 Stück

                                                                       DS 21 IE M   21 Stück

 

Das sind 1355 plus 7. Jetzt noch ein persönlicher Rat der Verfasser. Wenn Sie eines aufgetrieben haben von diesen 1362, von denen schätzungsweise noch 2/3 existieren, überlegen Sie nicht zu lange , und greifen Sie zu, obwohl Sie wahrscheinlich tief hineingreifen müssen , nämlich in Ihre Geldbörse. 

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